„Das sind doch eh alles nur Wirtschaftsflüchtlinge, die sich hier ein schönes Leben machen wollen.“ Wie gehe ich mit tatsachenwidrigen Behauptungen und diskriminierenden Parolen um, wenn mein Gegenüber Argumente vielleicht gar nicht hören will? Wie entlarve ich Widersprüchlichkeiten, unlauteres Argumentieren und Befindlichkeiten, die möglicherweise hinter diesen Parolen stehen? Warum ist eine Entgegnung – auch der sympathischen Kollegin gegenüber – so wichtig und welchen „Kniff“ gibt es, damit mir die beste Erwiderung nicht erst abends beim Schlafen gehen einfällt?
Träger: Flüchtlingsrat Thüringen e.V.
In der öffentlichen Debatte zum Thema „Flucht und Asyl“ liegt der Schwerpunkt häufig auf vermeintlichen Gefahren und scheinbar unlösbaren Herausforderungen für die Gesellschaft. Zur (rechtspopulistischen) Stimmungsmache gehört es, gezielte, suggestive Fehlinformation über Geflüchtete zu verbreiten. Parallel setzen sich vielerorts viele Engagierte und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für Geflüchtete ein. Im Seminar „Grundlagenwissen Flucht und Asyl“ werden der Stimmungsmache Fakten entgegen gesetzt und Unterstützerinnen und Unterstützer gestärkt.
Trägerin: Dr. Lilia Uslowa
Was hat Mehrwert der Mehrsprachigkeit mit Demokratiebildung zu tun? Mehrsprachigkeit und Demokratiebildung sind auf mehreren Ebenen miteinander verknüpft, da beide Konzepte eine inklusive und vielfältige Gesellschaft, respektvolles Miteinander und gegenseitige Wertschätzung fördern. Die Teilnehmenden der Fortbildung stärken ihre kommunikativen Fähigkeiten und ihre Sensibilität für eine menschenrechtsorientierte Alltagskultur. Sie lernen, Mehrsprachigkeit als Ressource in interkulturellen und mehrsprachigen Kontexten wertzuschätzen und kommunikative Barrieren in heterogenen Gruppen zu überwinden.
Dieses Seminar bietet eine interdisziplinäre Plattform zur Erforschung der Verbindung von Mehrsprachigkeit, Community Building und Sprachförderung als zentrale Elemente der Demokratiebildung. Er legt den Fokus darauf, wie Sprachen als Instrumente des Zusammenhalts und der Partizipation in Gemeinschaften wirken und wie ko-kreative Ansätze genutzt werden können, um demokratische Werte zu fördern. Dieses Seminar verbindet theoretische Ansätze mit praktischer Umsetzung, um die Teilnehmerinnen optimal auf Herausforderungen und Chancen in mehrsprachigen, interdisziplinären und transkulturellen Kontexten vorzubereiten.
Träger: toolpool
Neuzugewanderte Menschen bringen die Welt nach Thüringen. Sie haben zum Teil andere kulturelle Werte im Gepäck, manche decken sich mit unseren, sie sprechen andere Sprachen, feiern andere Feste, singen andere Lieder, essen andere Dinge. Sie sind erst einmal fremd für uns – genauso wie wir für sie. Ihre Sicht auf unser Land, unsere Art zu leben, bietet uns einen spannenden Blick von außen. In den letzten Jahren sind die Teams in Fußballvereinen vielfältiger geworden, beim Gartenverein meldet sich die jordanische Familie – Praxisbeispiele gibt es viele. Was aber macht die interkulturelle Öffnung mit Vereinen und Verbänden? Und mit den ehren- wie hauptamtlichen Mitarbeitenden? Welche Fragen, neue Sichtweisen, Herausforderungen und auch Chancen hält sie für den Arbeitsalltag bereit?